Die Wasserwerte

ph-Wert
Der ph-Wert zeigt uns an, wie sauer bzw. alkalisch das Wasser in unserem Aquarium reagiert.
Die ph-Skala reicht von 0 - 14. Um so niedriger der ph-Wert in unserem Becken ist, desto saurer ist das Wasser und je höher der ph-Wert ist, desto alkalischer wird unser Aquarienwasser. Wasser das neutral ist hat einen ph-Wert von 7,0. Unsere Zierfische haben je nach Herkunft unterschiedliche Ansprüche an die Aquarienwasserzusammensetzung.

  • Unsere Zierfische aus Mittel- und Südamerika, Südostasien oder Westafrika z. B.Welse, Salmer, Labyrinthfische, Barben und Buntbarsche leben in Freiheit meist bei ph-Werte zwischen 6,0 und 7,0.
  • Die lebendgebärenden Zahnkarpfen wie Platy, Mollies oder Schwerträger lieben die etwas höheren ph-Wert zwischen 7,0 und 7,5.
  • Die ostafrikanischen Cichliden aus dem Malawi- und Tanganjikasee leben in der Natur mehr in alkalisches Wasser in ph-Werten zwischen 8,0 und 9,0.


Gesamthärte (GH)
Die Gesamthärte des Aquarienwasser setzt sich hauptsächlich aus den Mineralstoffen Calcium und Magnesium zusammen. Sie wird in "Grad deutscher Gesamthärte" (°dGH) gemessen. In der Aquaristik hat sich folgende Einteilung bewährt und durchgesetzt.
  • 0 - 10 °dGH = weiches Wasser
  • 10 - 20 °dGH = mittelhartes Wasser
  • über 20 °dGH = hartes Wasser
Für die meisten Zierfische ist das Wasser bis in den mittelharten Bereich gut geeignet. Andere Zierfische wie Cichliden aus dem Malawi- und Tanganjikasee fühlen sich im harten Aquarienwasser am wohlsten.


Karbonathärte KH (°dH)
Die Karbonathärte KH (°dH) ist entscheidend für den ph-Wert (Säuregrad) verantwortlich. Im allgemeinen gilt, je höher der Karbonathärtewert ist, umso höher ist auch der ph-Wert. Im einem Gesellschaftsbecken wie Mittel- oder Südamerika sollte der KH zwischen 5 und 10 °dKH liegen, für ein Aquarium ostafrikanischen Cichliden aus dem Malawi- und Tanganjikasee zwischen 8 und 12 °dKH.


Ammonium/Ammoniak NH4
Bei hohem ph-Wert wandelt sich viel schädliches Ammonium in Ammoniak um. Ammoniak ist für Fische sehr giftig und meistens tödlich. Dieses passiert meist durch einem gestörten Bakterienhaushalt im Aquarium. Es wird beim Eiweißabbau gebildetes Ammonium bzw.gewandeltes Ammoniak nicht weiter abgebaut.

Bei zu hohen Ammoniakgehalt hilft nur schnell einen Teilwasserwechsel von 40% - 50% durchzuführen. Möglichst auch an den nächsten Tagen, damit der Wert wieder im grünen Bereich sich einpendeln kann. Es gibt aber auch div. Mittel um den Ammoniakgehalt zu senken in den Zoofachgeschäften.

Aus dem gemessenen Wert und dem ph-Wert kann man anhand der untenstehender Tabelle den Gehalt an giftigem Amoniak bestimmen.

gemessener Wert
(mg/l)
7,0 7,5 ph-Wert
8,0
8,5 9,0
0,5 0,003 0,009 0,03 0,08 0,18
1,0 0,006 0,02 0,05 0,15 0,36
2,0 0,01 0,03 0,11 0,30 0,72
5,0 0,03 0,09 0,27 0,75 1,80
10,0 0,06 0,17 0,53 1,51 3,60
usw. tatsächlicher Ammoniakgehalt in mg/l


ungefährlich   Schäden bei Dauerbelastung   akut giftig


Nitrit (NO2)
Das Nitrit entsteht im Aquarium als Zwischenprodukt beim Abbau von den Ausscheidungen der Fische. Ein hoher Nitritwert ist im Aquarium für Zierfische oft tödlich. Gerade in der Einlaufphase eines Becken fehlt die Bakterienkultur. Diese muss sich in der Einlaufphase erst entwickeln. Die Biologie muss sich erst aufbauen um Schadstoffe im Becken abzubauen. Bis dahin steigt die Nitritkonzentration weiterhin an. Dies dauert meistens bis zu 3 Wochen, manchmal auch länger. Erst jetzt beginnen die guten Bakterien, die sich in der Einlaufphase entwickelt haben, so langsam mit dem Abbau der Schadstoffe.

Während der Einlaufphase sollte man noch keinen Besatz ins Becken geben. Auch ist es sinnvoll, bereits in dieser Zeit wöchentlich einen Wasserwechsel von ca. 30 % durchzuführen. Den sogenannten Nitritpeak sollte jeder Hobbyaquarianer auf jeden Fall abwarten.

  • 5,0 mg/l NO2 hochgiftig, täglicher Wasserwechsel von 50%-70%
  • 1,0 mg/g NO2 gefährlich, täglicher Wasserwechsel mindestens 50%
  • 0,5 mg/l NO2 schädlich, täglicher Wasserwechsel mindest 30%-40%
  • 0,2 mg/l NO2 noch unbedenklich, mehrmals wöchentlich Wasserwechsel mindest 30%
  • 0,1 mg/l NO2 und kleiner, noch unbedenklich, einmal wöchentlich Wasserwechsel
    mindest 30%-40% Wert auf jedem Fall im Auge behalten!


Nitrat (NO3)
Das Nitrat (NO3) ist das Endprodukt der Nitrifizierung, also des bakteriellen Ab- und Umbaus von organischen Abfällen. Durch Filterbakterien (evtl. auch bei zu geringe Leistung des Filters), Fischausscheidungen, zu seltene Wasserwechsel und Futterreste entsteht Nitrat. Auch bei zuvielen Fischen im Becken entsteht ein hoher Nitratwert. Bei zu hohen Nitratwerten kommt es zu lästigen Algenwuchs (z. B. Pinselalgen). Die Algen gewinnen die Oberhand und beschädigen die Pflanzen in ihr wachstum. Höhere Werte sind für die Fische nicht schädlich sollten aber 50 mg/l nicht übersteigen. Es sollten zur Senkung des Wertes schnellwachsende Pflanzen eingesetzt werden. Befallende Blätter von Algen an den Pflanzen einfernen. Besatz im Aquarium evtl. verkleinern (Fische in fachgerechte Hände weiter geben!) und häufer Wasserwechsel durchführen..

  • Der NO3 sollte kleiner als 50 mg/l sein.
  • einmal wöchentlich Wasserwechsel mindest 30%-40% Wert auf jedem Fall im Auge behalten!


Phosphat (PO4)
Das Phosphat entwickelt sich hauptsächlich aus dem Fischfutter über den Stoffwechsel von Fischen und Bakterien in das Wasser. In natürlich unbelasteten Gewässern findet man einen Phosphatwert bis bis 1,0 mg/l. Im Aquarium treten meistens höhere Werte auf. Ideal für den Pflanzenwuchs wäre ein Wert von 0,1 mg/l bis 0,2 mg/l im Aquarium. Ein hoher Phosphatgehalt führt in Verbindung mit hohen Nitratwerten zu übermäßigen Algenwachstum. Überflüssiges Phosphat entfernt man am Besten durch den regelmäßigen Wasserwechsel, sparsam füttern und ausreichende schnellwachsende Pflanzen ins Aquarium einbringen.

Wie kommt des Phosphat ins Aquarium?
  • Trocken- und Frostfutter enthält Phosphat!
  • Pflanzen speichern Phosphat. Bei der Zersetzung von Pflanzenblättern wird Phosphat freigesetzt!
  • Pflanzendünger enthält oft Phosphat!
  • Algen speichern Phosphat!
  • Torf- und Eichenextrakt zum Senken des ph-Wertes enthalten Phosphat
  • Leitungswasser kann Phosphat enthalten!
Ist das Leitungswasser durch die Stadwerke schon für die Enthärtung der Wasserrohre mit Phosphat belastet, kann man das Phospat mit einer Osmoseanlage oder einen Ionentauscher aus dem Aquarium entfernen.

Oft habe ich schon in Foren gelesen, den Phosphat-Wert mit Stahlwolle zu senken. Es sollte die ganz handelsübliche Stahlwolle aus den Baumarkt sein. Ich persönlich kann mir aber nur schwer vorstellen, das die Stahlwolle fettfrei und ohne Rückstände ist und würde sie deswegen auch nicht wenden.


Eisen (Fe)
Wasserpflanzen benötigen als Nährstoff Eisen. Enthält das Aquarienwasser zu wenig Eisen, zeigen die Blätter der Pflanzen es mit vergilben und werden hellgrün und fahl. Ein zu niedriger Eisengehalt im Wasser beeinträchtigt das Pflanzenwachtums. Ein höherer Gehalt vom über 1,0 mg/l ist für Zierfische schädlich.

Eisengehalt und Maßnahmen!
  • grösser als 1,0 mg/l FE zu hohe Konzentration, Teilwasserwechsel um den Eisengehalt zu senken, schädlich für Fische!
  • 0,5 mg/l - 1,0 mg/l FE Ideale Eisengehalt und Nährstoffvorrat für die Wasserpflanzen!
  • 0,1 mg/l- 0,25 mg/l Nährstoffvorrat geht zu Ende, nachdüngen!
  • 0,0 mg/l FE keine Nährstoff für die Wasserpflanzen vorhanden. nachdüngen!


Kupfer (Cu)
Hohe Kupfergehalte sind für Fische stark giftig. Unser Leitungswasser kann mit Kupfer belastet sein. Kupfer kann sich aus den Wasserleitung lösen und in unser Trinkwasser gelangen. Für uns nicht schädlich, aber vielleicht für z. B. Welse und Garnelen tödlich in den Konzentrationen. Unser Leitungswasser sollten wir deswegen regelmäßig prüfen auf den Kupfergehalt.

Kupfergehalt und Maßnahmen!
  • grösser als 2,0 mg/l Cu zu hohe Konzentration, Teilwasserwechsel mit Kupferfreien Wasser
    um den Kupfergehalt zu senken, tödlich für Fische und Wirbellose!
  • 1,0 mg/l Teilwasserwechsel mit kupferfreien Wasser! tödlich für Schnecken und Garnelen
  • 0,6 mg/l Teilwasserwechsel mit kupferfreien Wasser! tödlich für Schnecken und Garnelen!
  • 0,0 mg/l Cu optimal für Fische und Wirbellose




"Wasserwerte unserer Aquarien"

Testergebnisse mit der Sera aqua-test-box

Sollwerte
60 Liter Becken
126 Liter Becken
450 Liter Becken
Datum
 
14.02.2010
14.02.2010
14.02.2010
Uhrzeit
 
12.30 Uhr
11.45 Uhr
12.05 Uhr
Temperatur
24-29 Grad
23,5 Grad
24,1 Grad
24,4 Grad
ph-Wert
6,0-8,0
6,5
6,5
7
Gesamthärte GH (°dH)
5-15
9
7
8
Karbonathärte KH (°dH)
5-10
3
3
3
Kohlendioxid
CO2 (mg/l)
10-60
---
---
20
Ammonium/Ammoniak
NH4 (mg/l)
<0.5
0
0
0
Nitrit NO2 (mg/l)
<0,2
0
0
0
Nitrat NO3 (mg/l)
<50
50
10
10
Phosphat PO4 (mg/l)
<1,0
1
1
0,5
Eisen Fe (mg/l)
0,25-1,0
0
0
0
Kupfer Cu (mg/l)
<0,1
0
0
0


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